Angebote des St. Clemens-Werk e.V. – Moderne trifft auf Tradition

 

Moderne trifft auf Tradition.

 

Diesem Thema war der festliche Nachmittag im großen Saal der Caritas in Wuppertal am 18. März 2017 gewidmet. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts „ Spätaussiedlerfamilie im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart“, das in Kooperation mit St. Clemens-Werk e.V, dem Interkulturellen Zentrum Wuppertal und der Ortsgruppe der Landsmannschaft der Russlanddeutschen durchgeführt. Es kamen viele Interessierte, so waren vier Generationen der Deutschen aus Russland anwesend und viele von ihnen haben auch mitgewirkt.

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Am Beispiel von einigen Familien wurde mit Hilfe von alten Fotos und Erinnerungen, in einer interessanten Darbietungsform  die Geschichte von  Urgroßeltern in ihren ehemaligen Wohngebieten bis zur heutigen Zeit vorgeführt. Dazwischen gab es musikalische Darbietungen der Kinder und Jugendlichen.

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Als roter Faden zog sich durch alle Beiträge der Gedanke, dass das Bemühen der Großeltern und Eltern, ihr Fleiß, Glaube an Gott und die Hoffnung, dass ihre Kinder und Enkelkinder, es besser haben werden als sie selbst, in großem Maße die jüngere Generationen geprägt hat.

Die Nachkriegskinder wurden an die deutschen Traditionen herangeführt, in den Familien wurde deutsch gesprochen. Es wurde Ostern und Weihnachten gefeiert.

Die Kinder, die in den 70ger – 80ger Jahren geboren sind, hatten die Aufgabe sich in Deutschland zu integrieren, einen Beruf zu erlernen und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Unterstützung der Familie, die Familientraditionen gaben ihnen den Halt. Die meisten gingen ihre eigenen Wege ohne die Bindung zur Kernfamilie zu verlieren.

Enkelkinder und Urenkelkinder, die schon in Deutschland geboren sind, werden von Kind an, an die Familientraditionen herangeführt.

So kann man am Beispiel vieler Familien diesen Zusammenhang und die Pflege der Traditionen beobachten. Aber wir leben in einer modernen und schnellen Zeit, welche stets neue Formen bringt. So sieht das Leben und der Alltag der jungen Leute ganz anders aus als der unserer Eltern, aber das ist ja auch das Schöne, dass jede Generation ihr eigenes Leben hat und trotzdem das Verbindende sichtbar ist.

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Die Organisatoren der Veranstaltung haben ein interessantes Rahmenprogramm geboten. So waren Ausstellungen von Hobbys – Produkten der Teilnehmer/innen auf Tafeln und Tischen zu bewundern. Das waren Holzschnitzerei, eine Vielfalt von wunderbar dekorierten Torten, Bastelarbeiten von einer AG, Arbeiten einer Studentin für Medien Gestaltung, Porträts von Spätaussiedlerinnen, gemalt von Aljona Larionova und literarische Werke.

 

Dr. Elvira Spötter

Fotos: Irma Merkel

 

 

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